Dixi-Kasi: London to Brighton Run
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London to Brighton Run

Der London to Brighton Run geht auf eine Feier aus dem Jahre 1896 zurück, als in England der Erlass fiel, dass vor jedem fahrenden Motorfahrzeug ein Wächter mit einer roten Flagge laufen musste und gleichzeitig die Höchstgeschwindigkeit von vier auf 14 Meilen pro Stunde also etwa 23 k/mh - erhöht wurde. Seitdem treffen sich jedes Jahr rund 500 Besitzer dieser Oldtimer bis Jahrgang 1904 und feiern die Befreiung vom überwachten Autofahren.
 
In diesem Jahr war ich ein glücklicher Teilnehmer dieser Veranstaltung, die für einen Oldtimerfreund ein Ritterschlag bedeutet. Ein guter Bekannter, den ich auf dieser Fahrt sehr zu schätzen gelernt habe, hat mir diese Mitfahrt auf seinem De Dion Bouton von 1901 ermöglicht. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Werner Brungs aus Mönchengladbach bedanken!
 
Am 3. November starteten wir in aller Frühe Richtung Kanalfähre, den De Dion Bouton auf einem kleinen Anhänger hinter einem schnellen Vito. In Belgien stellte ich fest, daß ich meine Umhängetasche mit Kamera, Brillen, Reiseproviant und gesamten Kartenmaterial vergessen hatte. Erfreulicherweise hatte ich jedoch mein Navigationsgerät dabei. Dieses leitete uns dann auch recht gut nach London. Das Hotel befand sich in der Nähe des Hydeparks. Der Oldtimer wurde in einer Garage abgestellt (Parkgebühr pro Nacht 22,- GBP!!) und den Zugwagen mit Hänger fuhren wir durch den heftigen Feierabendverkehr sofort nach Brighton. Von dort ging es per Schnellbahn gegen 22.:00 wieder nach London zurück.
 
Am Samstagvormittag wurden 100 ausgesuchte Teilnehmerfahrzeuge auf der Regentstreet ausgestellt. Der De Dion Bouton gehörte auch dazu. Nach einigen Startschwierigkeiten ging es durch den kupplungsfressenden Verkehr in die Stadtmitte. Werner Brungs ist ein bewundernswerter geschickter Schrauber und noch besserer Fahrer dieses antiken Gefährts. Tausende von Zuschauern bewunderten die Fahrzeuge und befragten die Besitzer. Es waren viele deutsche Landsleute anzutreffen, die auch eigens wegen dieser Veranstaltung anreisten. Abends war ein Empfang beim RAC, dem königlichen Automobil Club, in dessen vornehmen Gebäude, das ausgestattet ist mit Gemälden herrlicher Rennszenen und Clubmitgliedern. Stundenlang hätte ich mir das alles anschauen können. Hier trafen wir auch die ersten deutschen Teilnehmer aus Westfalen. Am nächsten Tag kamen auch noch Freunde der ASC - Landesgruppe Tradition hinzu.
 
Der Sonntag begann recht früh: Da unser Start auf 07:21 festgelegt war, fuhren wir schon um 06:00 in den Hydepark. Dort trafen wir auf meinen alten Freund Ken Cooke mit seiner Gattin. Er hatte den Sektor 8 als Chief-Marchall zu betreuen. Da der De Dion Bouton im Sektor 3 war, konnten wir uns nicht allzulange unterhalten. Der Start war pünktlich in einen herrlichen Herbsttag. Durch Westminster über die Themse Richtung Lambeth ging die abenteuerliche Fahrt auf der Motorkutsche, bei ROT über die Ampeln, an Verkehrsinseln durch den Gegenverkehr, denn es galt, nicht stehen zu bleiben sondern immer vorwärts zu kommen. Das gelang uns sogar sehr gut. Der erste gefährliche Punkt war der Red Hill, eine kurze Steigung, die es in sich hat. Hier hatte mir Werner eingeschärft, daß ich sofort auf sein Signal hin abzuspringen hätte. Und so war es auch. Als der Wagen im ersten Gang zu langsam wurde, sprang ich ab und ging - wie vereinbart - hinter dem lansam tuckernden De Dion Bouton bis auf den Hügel. Das war überhaupt kein Problem bei diesem wunderbaren Herbsttag. Die Halbzeit war in Carawley in einem malerischen Restaurant. Dort warteten die 750 CM Freunde Steve Bradford-Best and Ian Mansell auf uns und machten einige schöne Fotos. Werner wollte nicht solange verweilen und weiter ging die Fahrt an die nächste gefährliche Steigung, den Clayton Hill. Für Werner war es klar, daß er sich des Abschleppdienstes bediente, der dort gut organisiert auf die "schlappen" Teilnehmer wartete. In den Vorjahren wollte dort der De Dion Bouton dort nie so richtig hochklettern, wie sehr viele andere ebenso. Da der Wagen jedoch so gut lief, verpassten wir die Ankoppelstation. Mein rechtzeitiges Abspringen half auch nicht. Selbst Werner stieg ab und versuchte den Wagen allein den Berg zu bewältigen, aber der wurde dann wieder zu schnell, daß Werner nicht mitkam. So mußte ungefähr in der Hügelmitte doch noch ein Range Rover ran, der uns blitzschnell auf die Höhe brachte. Nun war es nur noch ein Kinderspiel, den Rest in das Seebad Brighton abzufahren. Bewundernswert war die Geschwindigkeit und das einwandfreie Beherrschen diese Motorwagens durch Werner. So kamen wir schon gegen 11:30 in Brighton an, wo schon ca. 60 Veteranenfahrzeuge standen. Wir hätten bis 15:30 Zeit gehabt, diese 97 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. In aller Ruhe konnten wir die Ankunft der weiteren rund 400 Fahrzeuge beobachten, ein wunderbares Spektakel. Der Abend klang aus mit dem 67th Annual Dinner im Grand Hotel zu Brighton. Dort fand sich eine illustre Gesellschaft zusammen, die nach dem gemeinsamen Dinner den Tanzabend begann. Dieser wurde uns doch zu heftig und wir begaben uns rechtzeitig zu Bett, denn wir wollten rechtzeitig Montags früh wieder in die Heimat.
 
Es war für mich sicherlich eine der schönsten Veteranenfahrzeug Veranstaltungen. Einzig getrübt wurde mir diese durch den Verlust meines Reisegepäcks mit meiner Wäsche und Veranstaltungsandenken, die auf dem Transport von London nach Brighton abhanden kam. Dank eines Schnauferlbruders kam ich doch noch an ein Hemd und eine Fliege. Mein Anzug und die Clubjacke hatten sich doch noch in dem separaten Kleidersack eingefunden. So fiel es nicht auf, daß ich beim Ball eine tolle Fliege trug, dazu aber meine hohen Wildlederschuhe und Socken mit Karomuster an hatte.
 
Meinen allerbesten Dank nochmals an Werner Brungs, der mir diese Teilnahme ermöglicht hat und mich wieder gesund in die Heimat brachte.
Fotos vom Concours auf der Regent Street am 4. Nov. 2006
dank Gerd W. Faberl
 
 
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Fotos von der Rast in Crawley
dank Iain Mansell und Steve Bradford Best
 
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Weitere Informationen in Englisch unter: http://www.lbvcr.com//news.cfm/title/The%20Sun%20Shines%20on%20the%20110th%20Anniversary%20London%20to%20Brighton%20Veteran%20Car%20Run/flag/2/id/82

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Am Start SB Auge auf seinem Renault

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Werner Brungs mit mir auf der Strecke

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Genieve, das Filmauto in London

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Auch Dampfautos waren dabei

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Der Lord-Mayor von Westminster

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Die mit Oldtimern gefüllte Regent Street

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Auf der Regent Street

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Rast in Crawley

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Zielankunft in Brighton

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Blick von der Promenade

 

 




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