Dixi-Kasi: DA 3 in Dessau
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DA 3 in Dessau

 Der Scheunenfund von 2007 ist nun unrestauriert nach Dessau verkauft worden an einen echten Eisenacher Fan!

So berichtete ich 2008 über diesen originalen DA 3:

Und wieder ist eine unglaubliche Geschichte bei mir gelandet: Es wurde schon wieder ein DA 3 entdeckt! Alle DIXI Experten meinten, daß von den jemals 150 Stück gebauten Wartburgs kaum noch welche existieren. Nun habe ich innerhalb eines knappen halben Jahres von zwei wiederentdeckten DA 3 erfahren. Alle "Entdecker" erwähnen immer wieder, dass sie auf Grund meiner umfangreichen Informationen hier im Internet gut den Typ finden konnten.

Hier der Bericht vom  Januar 2008: 

Hallo Herr Kasimirowicz,

anbei noch ein paar Bilder vom ersten "Wecken". Meinen Namen und die Bilder können Sie gerne verwenden.

Der Wagen stand seit Ende der 50er Jahre mit defektem Zylinderkopf im Allgäu in einer Scheune. Gekauft wurde er Anfang der 50er in Wildbad im Schwarzwald von 2 befreundeten Herren. Danach wurde er 3 Jahre in Heilbronn gefahren. Als der Zylinderkopf kaputt ging wanderte er ins Allgäu, auf den Hof einer der Herren.

Der Herr aus dem Allgäu starb unvermittelt vor 30 Jahren. Seine Kinder verkauften den Wagen nie, weil er eine starke Erinnerung an ihren verstorbenen Vater darstellte. Leider kannte sich in der Familie niemand mit Autos aus und das handwerkliche Geschick fehlte um ihn zu reparieren. Einer der Söhne war mein Nachbar. Vor einigen Jahren erzählte er mir von der Dixi seines Vaters. Er wu¤te, dass ich einen alten Mercedes fahre und mich für Oldtimer interresiere. Nachdem ich jetzt zwanzig Jahre den Oldtimer Markt lese war mir Dixi natürlich ein Begriff.

Im Frühjahr 2007 waren wir zu Besuch im Allgäu. An den Wagen dachte ich schon gar nicht mehr. Irgendwann fragte man mich, ob ich nicht mal den Dixi anschauen möchte. Dabei entstanden dann die ersten Bilder. Zu Hause sah ich mir die Bilder noch einmal an. Eigentlich wollte ich immer einen Mercedes 170 W15 restaurieren. Die Dixi gefiel mir sehr gut. In den Preislisten war so ein Modell nicht zu finden. So dachte ich, irgend jemand hat wohl einen Sportflitzer daraus gebaut. Eigenbauten waren zu dieser Zeit ja nicht unüblich.

Im Internet recherchierte ich nicht lange, so wichtig fand ich das nicht. Irgendwo zwischen zehn- und fünfzehntausend würde der Wert sein, wenn er fertig restauriert wäre. Jeder weiß, dass man weitaus mehr ausgibt. Ich hatte ein ordentliches Angebot gemacht, wobei ich damals nicht wu¤te, dass der Zylinderkopf kaputt ist.

Ein halbes Jahr später, es war Winter und wir hatten keinen Schnee, rief ich im Allgäu an, damit ich endlich mit meinem Junior Schlitten fahren kann. Tatsächlich sie waren da, und fragten mich auch gleich, ob ich noch Interesse an dem Wagen hatte. Ich beschloß gleich einen Hänger mitzunehmen falls mir der Wagen noch zusagte. Der Transport klappte reibungslos.

Zwei Tage später kam dann Herr Hantke (Anmerkung von Kasi: Hantke ist ein DIXI-Freund in Oberschwaben, den ich sofort über den Fund informierte) zu mir. Er erklärte mir ausgiebig, dass das kein Eigenbau war, sondern das Modell "Wartburg".Die Vorbesitzer hatten zwar auch immer den Namen Wartburg erwähnt, wobei ich immer an eine Verwechslung mit BMW Eisenach dachte. Wartburg war eine Automarke, die mit diesem Fahrzeug bestimmt nichts zu tun hat. Nun gut. Jetzt habe ich nicht nur ein schönes Hobby, sondern auch eine kulturelle Aufgabe. Ich hoffe, dass mich die Dixi Freunde bei Bedarf unterstÙtzen.

Gruß

Rolf B.

PS: Der Wagen steht nicht zum Verkauf. Er wird vorraussichtlich im Jahr seines achtzigsten Gerburtstages seine erste gro¤e Fahrt ins Allgäu unternehmen. Das wäre 2010. In zehn bis fünfzehn Jahren werden vielleicht mein Sohn und die Kinder unseres ehemaligen Nachbars zusammen mit dem Auto ihres Opas fahren.

(Anmerkung von mir am 02. April 2016: Rolf B. hat seinen Plan nicht durchgezogen Jedoch konnte sich durch den jetzigen Verkauf ein anderer Liebhaber seinen Traum erfüllen)

Und hier sind die Fotos von 2008:


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Was kann sich hinter einem solchen Tor verbergen? Ein Schlitten, Heuwagen oder Kaminholz?

 

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TATSACHE: Ein DA 3 mit originalem Kennzeichen aus dem Schwarzwaldkreis!

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Leider etwas ramponiert, aber : ORIGINAL

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Gibt es hier noch Zweifler an der Originalität??

Nach Veröffentlichung obiger Fotos meldete sich ein Besucher meiner Homepage und erklärte, dass sein Vater Ende der 50er Jahre gefahren habe. Als Beweis übersandte er mir diese Fotos. Hier gibt es wieder keinen Zweifel: Es ist dieser Wagen, nach 50jährigem Dornröschenschlaf wieder erweckt!

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Mein bester Dank geht an Jan Schmidt, der mir diese Fotos übermittelte!

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Der Scheunenfund ist seit der Auffindung im Jahr 2008 nur (teileweise) motortechnisch überholt worden und wurde Ostern 2016 unrestauriert verkauft nach Dessau.

Der DA 3 zu Ostern 2016 an seiner "Geburtsstätte"

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Der neue Besitzer wird den DA 3 wieder fahrbereit machen und unter Beachtung der Originalität wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen.

 Dabei will er auch die Geschichte des Wagens recherchieren. Dazu hat er in schwäbischen Zeitungen folgenden Aufruf gestartet:

Suche nach der Autohistorie eines Dixi DA 3/15 BMW Typ „Wartburg“

Ich bitte um Mithilfe für die Zeit 1930 bis 1958


Im April 2016 erwarb ich ein BMW Typ „Wartburg“ mit dem historischen Kennzeichen III K 90 46 aus den 30iger Jahren in Ravensburg.  Diese Nummer gehörte nachweislich zu dem Oberamt Neuenbürg. Zuvor hat das Fahrzeug ca. 40 Jahre bis 2008 im Allgäu in einer Scheune überdauert. Nachweislich wurde das Fahrzeug von einem namentlich bekannten Geschäftsmann aus Heilbronn, dem es bis 2008 gehörte, in den 1950-iger Jahren in Bad Wildbad gekauft.

Leider kann er sich, heute 95 Jahre alt, zwar an das Fahrzeug und an den Kaufort, nämlich Bad Wildbach, erinnern, doch nicht mehr an Einzelheiten. 1958 taucht das Fahrzeug in der Heilbronner Tageszeitung mit Text und Bild auf.

Alle amtlichen Wege im Staatsarchiv in Ludwigsburg von Baden Württemberg und in der Stadt Neuenbürg sind ausgeschöpft. Ab 1926 oder 1927 wurden keine Veröffentlichungen oder Archivierungen mehr vorgenommen.

Das Auto wurde nach BMW – Angaben aus München am 31.05.1930 in Eisenach produziert und am 05.06.1930 in das BMW - Autohaus Würzburg ausgeliefert. Gemäß den historischen Informationen über deutsche Kennzeichen gilt das Kennzeichen III K für folgende ehemalige Oberämter im ehemaligen Schwarzwaldkreis. Die Nummernfolgen 1 – 100, 901 – 1000 und 9001 – 10000 sind nachweislich für das damalige Oberamt Neuenbürg vorgesehen gewesen. Da das Fahrzeug in Bad Wildbach in den 50iger Jahren des letzten Jahrhundert gekauft wurde, bleibt zu vermuten, dass der Vorbesitzer auch dort gelebt hat.

Ich wende mich mit der Bitte an Sie, meine Suchanfrage in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an das Fahrzeug beim Opa.

Besondere äußerliche Merkmale sind: das Spitzheck (Bootsheck), die dunkelblaue Farbe und das verkehrt herum am Kühler befestigte Hufeisen.

Diesen Aufruf kann ich nur unterstützen und auch die Besucher meiner Internetseite um Mithilfe bitten.

Der glückliche DA 3 Besitzer hat mir folgendes mitgeteilt:

Auf meine Zeitungssuche in Bad Wildbad, hat sich heute ein Herr Richard Treiber, 89 Jahre alt, aus Ettlingen gemeldet.

Er ist Mechaniker, später dann Werkzeugmacher gewesen und damals in Bad Wildbad wohnend, hat mir bestätigt, dass er das Auto 1952 nach Heilbronn verkauft hat.

Die dunkelblaue Farbe hat er spritzen lassen. Die falschen Lampen hat er montiert.

Erworben hat er es 1950 in Bad Wildbad von einem Kriegsversehrten.

Er weiß allerdings den Namen nicht mehr. Kann sich aber noch an die Örtlichkeit erinnern.

Ich hoffe er findet noch die Straße und die Hausnummer an Hand eines Stadtplans wieder.

Sollte das gelingen, kann man noch über ein kommunales Melderegister an die damalige Familie herankommen, wobei aber damit dann wohl Schluss sein wird!!!

Letzte Information am 20.03.2017 

Ein Anruf von Herrn Richard Treiber aus Ettlingen, der im Nachgang mit seiner Schwester gesprochen hat. Daraus hat sich ergeben, dass er das Auto 1950 von einem Herrn Mundinger in Bad Wildbad erworben hatte. Der Herr Mundinger war ein Kriegsversehrter mit einem Arm und war nicht verheiratet und hatte keine Kinder  und lebte mit seiner Mutter zusammen, somit ist der Erkundungspfad in die weiter zurückliegende Historie erloschen.

Schade, dass die Zeitzeugen inzwischen alle verstorben sind. Aber die Hoffnung noch mehr zu erfahren sollte nicht aufgegeben werden.




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