Tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der Dixi-Werke in Eisenach.
Diese Seite erzählt die Entwicklung vom Wartburg bis zum ersten BMW, beleuchtet die Anfänge unter Heinrich Ehrhardt und die Wandlung unter Willy Seck. Sie zeigt, wie sich die Fahrzeugproduktion von Luxuswagen zum erfolgreichen Kleinwagen, dem Austin Seven, wandelte.



Entdecken Sie spannende Bilder von Dixi Fahrzeugen
Hier präsentieren wir eine Bildauswahl, die die ein paar aktuell noch existenten Fahrzeuge zeigt.





Erleben Sie die faszinierende Geschichte der Dixi-Werke
Diese Seite führt Sie durch die Entwicklung der Dixi-Werke von den Anfängen unter Heinrich Ehrhardt bis zur Umwandlung und Produktion des ersten BMW-Modells.
Die Entwicklung von Luxus- zu Kleinwagen und der Einfluss des Austin Seven.
Wir beleuchten, wie Willy Seck die Fahrzeugfabrik in Dixi-Werke transformierte und damit den Grundstein für den späteren Erfolg als BMW legte.


Einblick in die bedeutenden Meilensteine der Dixi-Werke Geschichte
Diese Seite zeigt, wie die Dixi-Werke durch Innovation und Anpassung wichtige Herausforderungen meisterten und so den Automobilbau in Eisenach prägten.
Vom Wartburg zum ersten BMW – eine beeindruckende Transformation.
Detaillierte Darstellung der Unternehmensentwicklung, unterstützt durch Bilder und weiterführende Links zu DA1 bis DA4, IHLE, Zweiräder und Kurioses.

Modellübersicht
DIXI DA1 – Lizenzbau des Austin Seven
1928 begannen die Dixi-Werke in Eisenach mit dem Lizenzbau des Austin Seven. Die Fahrzeuge wurden an deutsche Standards angepasst, unter anderem mit Linkslenkung und metrischen DIN-Schrauben. Der Hubraum betrug 750 ccm. Der Dixi erwies sich als vielseitiger Kleinwagen für Handelsreisende, Ärzte, Ingenieure und Privatleute.
Die Bezeichnung „DA“ ist in mancher Literatur als „Dixi-Austin“ und in anderen Quellen als „Deutsche-Ausführung“ beschrieben, wodurch sich die genaue Bedeutung heute nicht mehr nachvollziehen lässt.
Die DA-Bezeichnung wurde den historischen Recherchen zur Folge dem Kunden im Rahmen des Vertriebsangebots bzw. Verkaufs nicht mitgeteilt. Den Recherchen zur Folge ist diese DA-Bezeichnung mit den späteren „E“-Nummern zu vergleichen, welche für Entwicklung und kennzeichnen die Werkscodes von BMW-Fahrzeugen, die seit Mitte der 1960er Jahre (beginnend mit E3) eingeführt wurden. Diese internen Nummern bezeichnen die Karosserieplattformen während der Projektphase, bevor sie durch F- (später G-) Nummern abgelöst wurden. Auf Basis dieser Plattformen (also praktisch auf den Chassis) wurden verschiedene Karosserierungen angeboten.


BMW übernimmt Dixi – DA2 3/15 PS (BMW Autos Made in Eisenach)
1929 übernahmen die Bayerischen Motorenwerke (BMW) die Dixi-Werke in Eisenach. Der Wagen erhielt eine größere Karosserie und wurde als BMW 3/15 PS DA2 vermarktet. Interessanterweise basierte die Limousinenkarosserie nicht auf einer eigenen Konstruktion, sondern auf dem französischen Rosengart-Modell.

Über Jahrzehnte galt als gesichert, dass die ersten BMW-Fahrzeuge in Eisenach gefertigt wurden. Recherchen von Historikern wie Walter Zeichner und Rainer Simons zeigten jedoch, dass das erste BMW-Automobil am 22. März 1929 eine Produktionshalle in Berlin-Johannisthal verließ. BMW hatte sich für den Lizenzbau einer Austin-Seven-Variante mit 15 PS aus 750 ccm Hubraum entschieden und vor allem die Karosserie modernisiert.
BMW Typ Wartburg Sport DA3
Ab 1930 bot BMW sportlich ambitionierten Fahrern den Typ Wartburg Sport an. Das kompakte Modell orientierte sich gestalterisch am englischen Austin 7 „Ulster“ und trug erstmals seit 1903 wieder den Namen des Eisenacher Wahrzeichens.

Einen praktischen Nutzwert im Alltagsbetrieb bot das Fahrzeug kaum; seine Stärken lagen vielmehr im sportlichen Bereich. Durch eine Leistungssteigerung auf 18 PS sowie ein speziell tiefergelegtes Fahrwerk mit verbesserter Straßenlage erfreute sich der Wagen insbesondere bei jungen Rennfahrern großer Beliebtheit.

Nachdem es auf verschiedenen Rennstrecken zu Unfällen gekommen war, durften die Fahrzeugwerke offiziell keine Rennfahrer mehr direkt mit Wettbewerbsfahrzeugen ausstatten. Dennoch nutzten bekannte Fahrer wie Bobby Kohlrausch, Huschke von Hanstein und Walter Bäumer dieses Modell im Wettbewerb.

Mit einem Preis von 3.100 Reichsmark blieb der Wartburg Sport jedoch für viele Interessenten unerschwinglich. Insgesamt entstanden lediglich 151 Exemplare.

BMW DA4
Ab Februar 1931 folgte die dritte Generation, der BMW DA4, mit einer verlängerten Karosserie für einen großzügigeren Innenraum und einer umstrittenen neuen Vorderachse. Nun konnten vier Erwachsene bequem reisen. Die Anpassungen betrafen zunächst Limousinen, später auch Zweisitzer, Coupés und Tourenwagen.

Ende des Lizenzvertrags in Eisenach
1932 ließ BMW den Lizenzvertrag mit Austin für den BMW 3/15 PS am 1. März 1932 wenige Wochen vor Einführung des eigenen 3/20 AM 1 auslaufen – man hatte schon 1931 mit der ersten Eigenentwicklung eines Kleinwagens in München begonnen.
Austin Lizenzbau weltweit
Nicht nur Dixi baute den Austin Seven nach: In Frankreich entstand der Rosengart, in den USA der Bantam und in Japan der Datsun. Nach Ablauf des Lizenzvertrags versuchten die Briten erneut, den Austin Seven nach Deutschland zu bringen. Wegen hoher Einfuhrzölle wurden die Fahrzeuge als Bausatz nach Berlin geliefert, bei Willys-Overland Crossley auf Linkslenkung umgebaut, montiert und verkauft. Einige dieser Fahrzeuge sind bis heute als Limousinen, Roadster oder Nippy erhalten, mit dem Typenschild „Willys-Overland, Crossley, Berlin“.
Ihle Bruchsal
Der Ihle (häufig auch Ihle 600/800 genannt) war ein in den 1930er-Jahren (ca. 1934–1939) in Deutschland gebauter sportlicher Roadster auf Basis des BMW 3/15 oder Dixi der Fahrgestelle (Chassis), die auf dem lizenzierten Austin 7 beruhten. Hersteller der leichten, eigenständigen Ganzstahlkarosserien waren die Gebrüder Ihle, ein Karosserie- und Apparatebaubetrieb aus Bruchsal. Die Umbauten zeichneten sich durch eine vom Rennsport – unter anderem von Bugatti-Vorbildern – inspirierte Gestaltung mit Bootsheck, klappbarer Frontscheibe, markanter Frontmaske mit BMW-Nieren, sowie je nach Ausführung freistehenden Kotflügeln aus. Zu den bekanntesten Varianten zählen der Ihle Sport Typ 600 mit freistehenden Kotflügeln und der Typ 800. Das Konzept bestand darin, entweder Bausätze zu liefern oder komplette Umbauten anzubieten, um älteren oder beschädigten Dixi-Fahrzeugen ein neues, zur damaligen Zeit moderneres, sportlich-luxuriöses Erscheinungsbild zu verleihen.