Dixi-News und Aktivitäten

20. Herbstausfahrt der Dixi-Interessengemeinschaft am Ammersee

Benzingespräche und ein bisschen Abenteuer

20 Jahre Dixi-Interessengemeinschaft – das musste natürlich gebührend gefeiert werden! Zur 20. Herbstausfahrt vom 3. bis 6. September 2026 trafen sich die Dixi-Freunde am Kramerhof bei Dießen/Riederau am Ammersee. Die wunderschöne Landschaft rund um den Ammersee, im „Blauen Land“, bot dafür die perfekte Kulisse.

Am Donnerstag hieß es zunächst: Ankommen, Begrüßen und Benzingespräche führen. Nach der offiziellen Begrüßung wurde das gewohnt umfangreiche und liebevoll ausgearbeitete Roadbook übergeben. Die letzten Einstellfahrten wurden absolviert.

Freitag: RADOM, Andechs und … ein paar Kilometer Umweg

Obwohl am Morgen erst um 9 Uhr gestartet werden sollte, ließen es sich einige besonders ungeduldige Dixi-Piloten nicht nehmen, bereits kurz nach 6 Uhr die ersten Motoren zum Leben zu erwecken. Dixi-Leidenschaft kennt eben keine Schlafenszeit! Pünktlich um 9 Uhr ging es los – zunächst nach Raisting zum beeindruckenden Radom. Bevor die Antennenanlagen bei einer Führung von innen bestaunt werden konnten, durften unsere Dixis das Gelände standesgemäß „erfahren“. Besonders interessant: Von hier aus wurde einst unter anderem die Übertragung der Mondlandung für das deutsche Fernsehen ermöglicht.

Anschließend führte uns die Ausfahrt bei herrlichem, angenehm temperiertem Wetter zum Kloster Andechs. Neben kulinarischen Genüssen und dem obligatorischen Bier konnte bei einer Führung auch die beeindruckende Kirche besichtigt werden.

Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Am Nachmittag standen weitere 42 Kilometer bis zum Stroblwirt in Oberhausen auf dem Programm. Auch navigatorisch wurde es für einige von uns spannend. Da ich mit meinem DA3 mehr oder weniger alleine unterwegs war, konnte ich mich nicht wirklich auf die Navigation konzentrieren. Gemeinsam mit meinen Bregenzer Freunden haben wir auf der Rückfahrt prompt den Anschluss verloren und uns – ohne es zunächst zu merken – deutlich von der eigentlichen Route entfernt. Als dann auch noch der Handyakku leer war und sich herausstellte, dass die Navigation mit österreichischem Mobilfunknetz in Oberbayern nicht unbedingt als technisches Highlight des Wochenendes bezeichnet werden kann, mussten Sonnenuhr, Roadbook und ein wenig Glück herhalten. Das Ergebnis: eine wunderschöne, ungeplante Strecke und schließlich eine müde, aber zufriedene Rückkehr zum Ausgangsort.

Besonders erfreulich: Sieben DA3 waren dabei! Leider haben wir es vor lauter Fahren versäumt, ein ordentliches gemeinsames DA3-Foto zu machen. Ein klassischer Fall von „Wir wollten ja – aber dann war da diese Straße…“.

Samstag: Wenn das Wetter nicht mitspielt …

Für Samstag kündigte sich leider Dauerregen an. Damit stellte sich die altbekannte Frage „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung?“ für uns etwas anders:

Es gibt manchmal einfach das falsche Auto! Einige unerschrockene Kabriolett-Fahrer ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und starteten trotzdem.

Ich selbst entschied mich – nach einem eindringlichen Appell an die Vernunft meiner Frau – für das neue Auto. Man muss ja nicht jede Erfahrung selbst machen. 😉Unser Ziel war HK Engineering in Polling. Und dort erwartete uns eine wahre Schatzkammer: So viele Mercedes-Benz 300 SL Coupés und Roadster auf einmal, dass man mit dem Zählen kaum hinterherkam. Die Führung durch das hervorragend restaurierte Gelände einer ehemaligen Ziegelei, die Werkstätten und die dort untergebrachten Fahrzeuge war ein echtes Highlight. Der eine oder andere dürfte beim Anblick der automobilen Schönheiten vermutlich kurz den eigenen Kontostand überschlagen haben …

Das Lunchpaket wurde anschließend bei strömendem Regen in einer eigentlich traumhaften Kulisse verspeist. Eine hervorragende Idee der Organisatoren – und vor allem: Es hat richtig gut geschmeckt! Die geplante Weiterfahrt nach Rottenbuch, der Wirkungsstätte unseres leider verstorbenen Dixi-Freundes Herbert Nocker, ließen wir an diesem Tag schweren Herzens aus. Eine kleine Gruppe Unerschrockener nahm die Fahrt dennoch auf sich und absolvierte damit die wohl schönste Strecke der gesamten Ausfahrt. Euch gebührt dafür unser voller Respekt! Und lieber Herbert: Du wirst es uns hoffentlich nicht allzu krumm nehmen, dass wir dich diesmal nicht an deiner letzten Ruhestätte besuchen konnten. Auf dem Rückweg nach Dießen wurde das Wetter mit jedem Kilometer besser. Richtung Norden riss der Himmel auf – und so konnten die zurückgebliebenen Kabrioletts am Nachmittag teilweise sogar noch individuelle Rundfahrten bei Sonnenschein unternehmen.

20 Jahre Dixi-IG – und ein Abend zum Feiern

Am Samstagabend stand schließlich der Höhepunkt des Jubiläums auf dem Programm: 20 Jahre Dixi-Interessengemeinschaft! Die Organisatoren und die langjährige Arbeit rund um unsere gemeinsame Leidenschaft wurden gebührend gewürdigt. Es wurde gefeiert, gelacht und auf zwei Jahrzehnte voller gemeinsamer Ausfahrten, Erlebnisse und Freundschaften angestoßen. Am Sonntag hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen. Bevor sich alle endgültig auf den Heimweg machten, nutzten einige von uns noch die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Ammersee.

Was bleibt?

Neben vielen Kilometern, schönen Strecken und jeder Menge Dixi-Erlebnissen nehme ich vor allem eine Erkenntnis mit: Ich bin offenbar nicht der einzige, der Dixi-verrückt ist – da gibt es noch einige mehr! Manche Teilnehmer sind dabei derart heiß aufs Fahren, dass bei den Pausen kaum Zeit zum Essen und Trinken bleibt. Schließlich könnte ja irgendwo noch eine Kurve auf uns warten. Aber genau das macht unsere Gemeinschaft aus: Es ist wunderschön, Menschen mit derselben Begeisterung zu treffen, bestehende Freundschaften zu pflegen und immer wieder neue zu gewinnen – verbunden durch unsere kleinen, historischen Automobile. Ein ganz herzliches Dankeschön an Georg, Michi und Sebastian für die großartige Organisation dieser Jubiläumsausfahrt. Ihr habt uns ein wunderbares Wochenende am Ammersee beschert!

Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen

Lutz Schmidt mit seinem BMW DA3 Typ Wartburg bei den Classic Days

Zwischen schönen Fahrzeugen und der Welt der Schönen und Reichen: Beim Gran Meeting der Classic Days auf dem Birkhof war auch Lutz Schmidt mit seinem außergewöhnlichen BMW DA3 Typ Wartburg zu Gast.

Der wunderschöne Rennwagen ist dem Fahrzeug nachempfunden, mit dem der Rennfahrer Bobby Kohlrausch in den 1930er-Jahren für Aufsehen sorgte. Mit viel Liebe zum Detail lässt Lutz Schmidt damit ein Stück deutscher Motorsportgeschichte wieder lebendig werden.

Nachdem er bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich an dieser besonderen Veranstaltung teilgenommen hatte, ließ er es sich auch diesmal nicht nehmen, seinen historischen Rennwagen zu präsentieren und natürlich selbst damit auf die Strecke zu gehen.

Wie die Bilder eindrucksvoll zeigen, hatte Lutz Schmidt dabei sichtlich viel Freude – und sein BMW sorgte einmal mehr für zahlreiche interessierte Blicke.

Eine kurze Filmsequenz von der Veranstaltung finden Sie hier: https://youtu.be/NWWz1MnEQU8?si=MHiRJmEHm1l83hJt

Wer suchet, der findet!

Auf Spurensuche mit dem Dixi

Eine der faszinierendsten Beschäftigungen im Kreise der Dixi-Enthusiasten ist die Jagd nach historischen Fotografien unserer geliebten Fahrzeuge. Doch das Sammeln der Bilder ist dabei nur der Anfang – die eigentliche Herausforderung beginnt erst danach.

Mit detektivischem Spürsinn wird untersucht, wo genau ein historisches Foto einst aufgenommen wurde. Alte Gebäude, Straßenzüge, Geländemerkmale oder sogar ein markanter Baum werden dabei zu wertvollen Indizien. Was früher wochenlange Archivrecherchen erforderte, gelingt heute oftmals mit modernen Hilfsmitteln wie Online-Karten, Satellitenbildern und Street View. Plötzlich verwandelt sich der Dixi-Liebhaber in einen digitalen Sherlock Holmes.

Ist die gesuchte Örtlichkeit schließlich identifiziert, folgt die Königsklasse der Recherche: Das historische Motiv wird mit dem passenden Fahrzeug möglichst exakt nachgestellt – natürlich nur, sofern der Ort die Wirren der Zeit überstanden hat. Dabei entstehen oft beeindruckende „Damals-und-heute“-Vergleiche, die Vergangenheit und Gegenwart auf charmante Weise miteinander verbinden.

Ein besonders gelungenes Beispiel dieser Disziplin hat bereits Helmut Kasimirowicz geliefert. Ihm gelang es, ein historisches Dixi-Foto vor Schloss Drachenburg nahezu originalgetreu nachzustellen. Ein Beweis dafür, dass sich Beharrlichkeit, Spürsinn und eine gesunde Portion Dixi-Verrücktheit durchaus auszahlen können.

Wer kennt diesen Ort?

Vor wenigen Tagen baten wir unsere Leser um Unterstützung bei einem neuen Rätsel. Helmut Kasimirowicz hatte folgende zwei historische Fotografien erhalten.

Die Bilder zeigten einen BMW Wartburg Sport (DA3) sowie eine BMW Limousine der Typen DA2 beziehungsweise DA4.

Die spannende Frage lautete:

Wo wurden diese Aufnahmen gemacht?

Auf einem der Bilder war deutlich der Schriftzug „Leuna“ zu erkennen. Die erste Vermutung lag daher nahe: Entstanden die Aufnahmen möglicherweise in Leuna in Sachsen-Anhalt?

Doch wie sich schnell herausstellte, führte diese Spur nicht zum Ziel. Zwar ist Leuna als bedeutender Standort der chemischen Industrie bekannt, die Suche in dieser Richtung erwies sich jedoch letztlich als Sackgasse.

Die Lösung des Rätsels

Mit Hilfe moderner Kartendienste begann die virtuelle Spurensuche. Gebäude wurden verglichen, Straßenverläufe untersucht und historische Ansichten ausgewertet. Die ersten Ergebnisse waren vielversprechend, doch die entscheidende Bestätigung fehlte noch.

Den letzten und wichtigsten Hinweis lieferte schließlich erneut Helmut Kasimirowicz.

Nach seinen Recherchen zeigt das historische Foto die Häuser:

  • Maikäferpfad 3, Berlin
  • Eichkampstraße 82, Berlin

Die Gebäude befinden sich südlich der ehemaligen AVUS-Tribüne.

Damit war das Rätsel gelöst. Wieder einmal zeigte sich, dass historische Forschung oft Teamarbeit ist und dass eine engagierte Gemeinschaft erstaunliche Ergebnisse erzielen kann.

Von der Rennstrecke zur Autobahn

Der Fundort besitzt darüber hinaus eine besondere automobilhistorische Bedeutung. Die Häuser liegen unmittelbar an der legendären AVUS – der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße.

In den 1920er- und 1930er-Jahren gehörte die AVUS zu den bekanntesten Rennstrecken Europas. Hier lieferten sich Fahrer und Maschinen spektakuläre Duelle auf Höchstgeschwindigkeit.

Das Erstaunliche: Der Hauptabschnitt der damaligen Rennstrecke existiert noch heute. Allerdings rasen dort keine Rennwagen mehr um Pokale, sondern Pendler und Urlauber auf der vierspurigen Autobahn.

Neue Erkenntnisse zum BMW Wartburg Sport (DA3)

Die Suche nach dem Aufnahmeort brachte noch eine weitere interessante Entdeckung ans Licht.

Historische Starterlisten belegen, dass Eugen Stößer am 22. Mai 1932 beim AVUS-Rennen in der 800-cm³-Klasse auf einem BMW Wartburg 750 an den Start ging.

Das Rennergebnis

  • Fahrer: Eugen Stößer
  • Fahrzeug: BMW Typ Wartburg (750 cm³)
  • Klasse: 800 cm³
  • Startnummer: 16
  • Ergebnis: Ausfall (DNF) nach drei Runden infolge eines Motorschadens

Der Wartburg zeigte an diesem Tag zwar viel Potenzial, hielt jedoch nicht bis ins Ziel durch.

Der „Stößer Spezial“

Eugen Stößer ließ sich davon jedoch nicht entmutigen. Wenig später entwickelte er seinen eigenen Rennwagen – den BMW KR6 „Stößer Spezial“.

Mit diesem Eigenbau wollte er 1934 ebenfalls auf der AVUS antreten. Die Geschichte hätte beinahe ein weiteres Kapitel Motorsportgeschichte geschrieben. Doch die Rennleitung machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Da Stößer nicht am vorgeschriebenen Training teilgenommen hatte, erhielt er keine Starterlaubnis.

Der Rennwagen war bereit, der Fahrer motiviert – nur die Formalitäten standen im Weg.

Fazit

Was mit einem kaum lesbaren Schild und einem alten Foto begann, entwickelte sich zu einer spannenden Spurensuche zwischen Sachsen-Anhalt und Berlin. Die vermeintlich heiße Leuna-Spur erwies sich zwar als Irrweg, führte am Ende jedoch zu neuen Erkenntnissen rund um die AVUS und die Geschichte des BMW Wartburg Sport (DA3).

So bestätigt sich einmal mehr eine alte Weisheit:

Wer suchet, der findet.

Manchmal den Aufnahmeort eines historischen Fotos. Manchmal eine fast vergessene Rennsportgeschichte. Und manchmal sogar beides gleichzeitig.

BMW 3/15 auf der Retro Classics in Essen

Die von der SIHA (S.I.H.A. = ehemaliger Veranstalter der Techno Classica in Essen, Veranstalter Techno Classica Salon 24.–27. September 2026 ) verwöhnten Besucher erwarteten bei der RETRO CLASSICS offenbar wieder volle Hallen, glänzende Chromparaden und ein Gedränge wie auf dem Oktoberfest – doch diesmal hieß es eher: viel Platz für große Schritte!

Schon das Parken wurde zum Erlebnis der besonderen Art: 18 Euro – vermutlich inklusive Premium-Asphalt und unsichtbarem Oldtimer-Flair. Wer dann dachte, das sei der Höhepunkt der Preisgestaltung, wurde an der Tageskasse sanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: nochmal 28 Euro Eintritt. Dafür bekam man dann… sagen wir mal… ein großzügig bemessenes Raumkonzept und jede Menge Gelegenheit, völlig stressfrei und ohne lästiges Gedränge durch die Hallen zu flanieren.

Die Hallen? Übersichtlich. Sehr übersichtlich. So übersichtlich, dass man sich kurz fragte, ob man sich vielleicht verlaufen hat – aber nein, das war schon alles. Große Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, Ford, Audi, BMW oder VW hatten sich wohl gedacht: „Dieses Jahr lassen wir die anderen mal glänzen.“ Problem nur: die anderen waren auch kaum da. Ersatzteilehändler? So selten wie ein originaler DIXI im Erstlack.

Am Eröffnungstag kein Gedrängel – ein Zustand, den man sonst nur kennt, wenn man versehentlich am falschen Datum auftaucht.

Ein Lichtblick dann in Halle 1: der Stand von BMW Classic. Dort traf man immerhin auf bekannte Gesichter – den Eisenacher Freund Michael Peters, DIXI-Freund Jan Schmidt aus Heilbronn und Helmut Kasimirowicz. Letzterer ist ein echtes Messe-Urgestein und war schon 1974 hier aktiv – vermutlich waren damals sogar mehr Stände da als heute!

Das Wiedersehen war herzlich und hat die Messe eindeutig gerettet. Bleibt nur die Frage: Haben sich noch andere DIXI-Freunde auf den Weg nach Essen gemacht – oder waren die Drei schon die komplette „Großausstellung“?