Erwähnenswertes

Personen

In diesem Abschnitt werden verschiedene Personen vorgestellt, die in engem Zusammenhang mit den Dixi-Automobilen stehen.

Helmut Kasimirowicz
ist ein ausgewiesener Kenner der frühen Eisenacher Automobilgeschichte und einer der bedeutendsten Chronisten der DIXI- und frühen BMW-Kleinwagenproduktion von 1928 bis 1931.
Mit großer Leidenschaft widmet er sich über Jahrzehnte hinweg der Erforschung und Dokumentation dieser Fahrzeuge. In der Szene wurde er nicht ohne Grund als „Dixi-Papst“ bezeichnet. Unermüdlich sammelte er Fahrgestellnummern und Fahrzeugdaten, baute ein umfassendes Register bekannter Automobile auf und dokumentierte detailliert die Produktionsunterschiede der DIXI-Modelle – insbesondere der Typen 3/15 DA1 bis DA4.
Ein besonderes Augenmerk legte er auf konstruktive Details wie Rahmenvarianten, unterschiedliche Kotflügelausführungen sowie Sonderaufbauten verschiedener Karosseriebauer. Mit großer Sorgfalt recherchierte er technische Veränderungen innerhalb der Bauzeit und trug so maßgeblich zur historischen Einordnung der Fahrzeuge bei.
Darüber hinaus verband er Besitzerinnen und Besitzer untereinander, stand als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung und veröffentlichte seine umfangreichen Erkenntnisse auf einer vielbeachteten eigenen Webseite.
Sein zentrales Anliegen war es stets, möglichst viele noch existierende Fahrzeuge zu erfassen und deren Originalzustand historisch korrekt zu bewahren – insbesondere auch jene Automobile aus der frühen BMW-Ära in Eisenach.
Innerhalb der deutschsprachigen DIXI-Gemeinschaft ist Helmut Kasimirowicz eine zentrale Instanz für technische und historische Fragen.
Herbert Nocker
Weltumrundung mit dem DIXI
Ein außergewöhnliches Abenteuer präsentierte Herbert Nocker gemeinsam mit seinem Sohn Philipp: Mit einem BMW DIXI von 1928 umrundeten sie rund 33.000 Kilometer die Erde – ausgestattet mit Dachzelt, Zusatz¬tank und viel technischem Geschick.
Die Reise begann 2003 nach der Verschiffung des Fahrzeugs in die USA. Von Baltimore führte die Route quer durch zahlreiche Bundesstaaten, entlang der Route 66, zum Grand Canyon und weiter durch Mittelamerika bis nach Panama. Anschließend wurde der DIXI nach Australien transportiert, wo unter anderem der Ayers Rock erreicht wurde. Die Heimreise erfolgte über Italien, Frankreich, Spanien, die Schweiz und Österreich zurück nach Bayern.
Trotz Hurrikan-Ausläufern, Wüstenhitze, Hochgebirgsstraßen und tropischem Klima zeigte sich der kleine 15-PS-Wagen erstaunlich zuverlässig – lediglich ein Radlager musste ersetzt werden. Weltweit sorgte die Fahrt für großes Medieninteresse und begeisterte Oldtimerfreunde.
Die Erlebnisse dieser besonderen Reise veröffentlichte Herbert Nocker gemeinsam mit dem Journalisten Helmut Schneikart im Buch
„Die Reise meines Lebens – Mit Dixi und Dachzelt um die Welt“, vorgestellt 2006 auf dem Caravan Salon Düsseldorf.
Herbert Nocker verstarb am 26. Februar 2014 plötzlich und unerwartet. In der DIXI-Gemeinschaft bleibt er als engagierter Freund, Ideengeber und mutiger Weltumrunder unvergessen. Sein Lebensmotto – ein Zitat von Voltaire – begleitete ihn stets:
„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“

Wolfgang Hantke
Ich erblickte im Jahr 1987 das Licht der Welt – standesgemäß vermutlich mit leichtem Benzingeruch in der Luft. Andere Babys lagen im Kinderwagen, ich hingegen wurde auf der Ablage einer BMW Isetta zu Oldtimertreffen chauffiert. Frühe Prägung nennt man so etwas wohl.
In meiner Kindheit restaurierte mein Vater einen DIXI DA4 – und damit war es um mich geschehen: Der Dixi-Virus hatte zugeschlagen. Zahlreiche Treffen des DIXI-Club München gehörten fortan zum Jahresrhythmus. Während andere Jungs Poster von Sportwagen an die Wand hängten, schwärmte ich für ein ganz bestimmtes Fahrzeug: den legendären BMW 3/15 DA3 Wartburg, korrekt: BMW Typ Wartburg Sport.
Zunächst bewunderte ich den Wartburg von Bodo Aden, später den von Johann Blank in Beilngries. Spätestens da war klar: So ein DA3 musste irgendwann meiner werden.
Die väterliche Einschätzung dazu war allerdings ernüchternd:
„Ein DA3 ist so selten wie die Blaue Mauritius. Schmink dir das ab – so ein Auto bekommst du nie.“
Motivationspädagogik der alten Schule.
Nebenbei restaurierte ich in meiner Jugend Zweiräder – unter anderem ein NSU Pony 100 von 1938, Vespas und Kreidler. Mit 18 durfte ich dann offiziell das Fahren im DIXI meines Vaters erlernen. Unsynchronisiertes Getriebe, mechanische Eigenheiten und ganz eigene Fahrdynamik – wer DIXI fahren kann, fährt alles.



Es folgten viele Ausfahrten mit dem DA4 durch Oberschwaben, Allgäu, Alpenregion und Bodenseeraum. 
In den 2010er-Jahren begann ich zudem, über Jahre gesammelte Ersatzteile – Motor, Getriebe, Hinterachse, Bremsteile und zahllose Kleinteile – sorgfältig zu restaurieren. Man weiß ja nie.


Dann kam 2014 eine E-Mail von Helmut Kasimirowicz mit dem sinngemäßen Inhalt:
„Häng einen Anhänger ans Auto und fahr nach Stuttgart.“
Gesagt, getan.
Und plötzlich war ich Besitzer eines unrestaurierten, reichlich desolaten BMW Typ Wartburg Sport. Der väterliche Vergleich mit der Blauen Mauritius musste neu bewertet werden.
In den folgenden Jahren – parallel zum Bau meines Eigenheims – restaurierte ich meinen Kindheitstraum in Eigenregie. Mal intensiv, mal mit längeren Baupausen. Zur standesamtlichen Hochzeit 2020 war der DA3 noch nicht fertig – wir fuhren standesgemäß im DA4 meines Vaters vor.
Dank der Corona-bedingten Verschiebung der kirchlichen Trauung (man muss auch das Positive sehen) war der DA3 schließlich rechtzeitig vollendet – und wurde unser Hochzeitsauto.

Es ist ja nicht so, dass wir uns in einem einsamen Keller treffen, um schweigend Öl anzustarren und liebevoll mit Schrauben zu flüstern. Nein, nein – auch wenn es manchmal genau so aussieht 😄
Was dieses Hobby wirklich besonders macht, ist nicht der Duft von Benzin in der Luft oder das mystische Klackern alter Werkzeuge – es sind die Menschen dahinter. Die Freundschaften. Die gemeinsamen „Warum springt er jetzt schon wieder nicht an?“-Momente. Die spontanen Fachsimpeleien, bei denen aus fünf Minuten locker zwei Stunden werden.
So hat sich ganz nebenbei unsere DA3-Gruppe Süd gegründet – ein erlesener Kreis aus Bayern, Vorarlberg und Oberschwaben. Eine kleine, aber feine Gemeinschaft, die gemeinsam schraubt, lacht, flucht (natürlich nur ganz kurz) und sich immer wieder gegenseitig motiviert, wenn der nächste Bolzen festsitzt.
Und genau an dieser Stelle möchte ich Euch einfach mal Danke sagen.
Danke für Eure Zeit.
Danke für Eure Hilfsbereitschaft.
Danke für die Benzingespräche, die Kaffeepausen und die legendären Schrauberabende.
Denn am Ende sind es nicht Öl und Schrauben, die dieses Hobby ausmachen – es seid Ihr



Kurioses

Hier ist ein Reifenwechsel ohne Wagenheber zu sehen.